Wiederholung als Falle Der Cumulative Redundancy Bias in Bezug auf die eigene Leistungseinschätzung

12,00 

Lea Nolle

Artikelnummer: 978-3-95945-070-6 Kategorie: Schlagwort:

Beschreibung

Dieses Buch geht einer einfachen Frage nach: Warum bewerten wir gleiche Leistung oft unterschiedlich? Im Mittelpunkt steht der Cumulative Redundancy Bias (CRB). Gemeint ist eine Verzerrung, bei der wir fortlaufendes, teilweise redundantes Feedback so verstehen, als wäre es „mehr Beweis“, als es tatsächlich ist.

Ein Online-Experiment zeigt, wie stark der Verlauf unsere Einschätzung prägt: Ein überdurchschnittlicher Verlauf führt zu höheren, ein unterdurchschnittlicher Verlauf zu niedrigeren Bewertungen – obwohl das Endergebnis identisch ist. Dabei betrachtet die Arbeit sowohl Selbsteinschätzung als auch die Bewertung anderer und ordnet die Befunde in psychologische Erklärungsansätze ein.

Aus den Ergebnissen ergeben sich Hinweise für alle Bereiche, in denen Menschen bewertet werden oder sich selbst bewerten müssen – von Lern- und Feedbacksituationen bis zu institutionellen Kontexten, in denen Rückmeldungen eine wichtige Rolle spielen. Im Kern zeigt das Buch: Nicht nur das Ergebnis zählt, sondern auch der Weg dorthin.

Warum bewerten wir gleiche Leistung unterschiedlich? Weil wir den Verlauf mitbewerten – auch dann, wenn er gar keine neue Information liefert. Der Cumulative Redundancy Bias (CRB) beschreibt genau diese Schieflage: Redundantes, kumulatives Feedback wird wie ein zusätzlicher Beleg behandelt und verzerrt Urteile. Der Effekt tritt bei Selbst- wie Fremdbewertung auf, die Stärke unterscheidet sich dabei nicht systematisch – aber Selbsturteile fallen insgesamt kritischer aus.

Zusätzliche Informationen

Größe 14 × 21 cm